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Was war das wieder für ein pilziges Wochenende! Jeder kam auf seine Kosten und Pilze gab es - wohin man auch blickte.

Am Wochenende fand wieder unsere diesjährige große Pilzausstellung in Bitterfeld-Wolfen statt. Wie auch schon in den Jahren davor, strömten zahlreiche Besucher in das Bahnhofsgebäude, um mehr über das Thema Pilze zu lernen. Eine der häufigsten Fragen war wohl: "Wo habt ihr bei dieser Trockenheit nur all diese Pilze gefunden" Das lässt sich schon einmal klar beantworten: "Durch das Engagement der zahlreichen, helfenden Hände im Verein und durch viele, viele Stunden im Wald." Die Wetterlage war uns in der Tat nicht wohl gesonnen. Und trotzdem konnten wir den Besuchern über 200 Arten, hübsch platziert auf Moos und Baumwurzeln, nahe bringen.

Aber es gab nicht nur ausgestellte Pilze auf den Tischen

Unsere Besucher konnten auch ihre eigenen Fundkörbe vom Wochenende vorbei bringen. Diese wurden dann interessiert begutachtet, bestimmt und - so eßbar - zum Abendbrot freigegeben. Und der eine oder andere besondere Fund landete sogar mit Genehmigung des Besitzers im Moos in den Auslagen.

Umringt war auch unser PilzCouch Tisch. Hier konnte man sehen, dass Pilze nicht nur nahrhaft sind, sondern auch zum Färben, Basteln, Feuer machen und als Vitalpilze genutzt werden können. Dazu gab es auch noch Informationen zur Pilzzucht für alle Besucher, die den Weg in den Wald scheuen und sich als "Pilzgärtner" daheim probieren wollen.

An einem Tisch mit Geruchsproben verschiedener Pilze konnte man seine Nase testen. Ein Platz mit einem Mikroskop klärte über Sporen und Hyphen der Pilze auf. Wer wollte, konnte zudem in Büchern schmökern, am Imkerstand nach Honig ausschau halten oder letztendlich zufrieden und erschöpft die vielen Eindrücke am Imbiss mit einem Kaffee setzten lassen.

Vielen Dank für Euren Besuch. Wir hatten auf jeden Fall viel Spass und freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Eure Fachgruppe Mykologie Wolfen.

Ina und Dominik besuchen den Mikroskopierkurs bei Andreas Gminder

Mitte Juni war es soweit. Unser 4tägiger Kurs zum Thema Pilz-Mikroskopie stand an. Dazu fuhren wir zum Veranstaltungsort nach Goslar, in die dortige Jugendherberge, wo Andreas Gminder bereits auf uns wartete. Zusammen mit 10 weiteren "Schülern" bauten wir die Mikroskope auf und wurden von Andreas mit Zubehör, Literatur und Chemikalien eingedeckt und schon konnte es losgehen. Doch etwas fehlte noch - die Pilze! Also ab ins Auto und hinaus in ein kleines Moor-Birkenwäldchen und schon bald lagen diverse Pilzarten im Körbchen. Graustieltäublinge, Perlpilze, Tränende Saumpilze, aber auch ein paar von diesen braunen und weißen "Kleinen", deren makroskopische Bestimmung auch den Kennern schwerfällt.

Zurück an den Mikroskopen ging es dann zur Sache. Dabei hat Andreas den jeweiligen Theorieteil immer sehr gut und verständlich erklärt (man merkt schnell, dass da ein Profi vor einem steht) und gelächelt, wenn seine Schüler auf ihren Stühlen hibbelten und so schnell wie möglich das neue Wissen in der Praxis umsetzen wollten. Auf die Plätze fertig los.

Und schon lag ein Mikrokosmos vor uns - eingefärbt mit Melzer Reagenz oder Kongo-Rot. Sporen natürlich und Hyphen ohne Ende, Basidien mit kleinen Hörnchen auf den Köpfen, die Schläuche der Ascies und Zystiden in den ungewöhnlichsten Formen.

Der Tag war schnell herum. Goslar hat aber auch am Abend viel zu bieten. Die fantastische Altstadt lädt jeden Touristen und hungrigen Mirkroskopierer in seine Biergärten und Restaurants ein. So konnte man es sich Gefallen lassen. .

4 Tage das gleiche Schema: Pilze Suchen, Pilze Mikroskopieren und Dazulernen und dann Schlemmen in Gosslar. Was will man mehr.

Vielen Dank Andreas! Der Kurs ist echt empfehlenswert und hat unglaublich Spass gemacht!